U18 entscheidet Overtime für sich

[AD] Wenn die U18 eine enge Partie ablieferte, so wurde diese meist auch knapp verloren. Doch beim Rückspiel in Nienburg sollte eine enge Partie nicht nur knapp gewonnen werden, sondern auch die deutliche Klatsche aus dem Hinspiel (35:78) wett gemacht werden.

Mit 6 Leuten machte sich der MTV auf den Weg nach Nienburg und stand einem 9-Mann Kader des TKW entgegen. Beide Teams lieferten sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Mitte des zweiten Viertels, brach die Konzentration bei den Gästen ein und es folgte ein 10:0 Lauf der Hausherren: Von hier an lief man einem Rückstand hinterher.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte der MTV und legte prompt einen 8:0 Lauf hin und glich die Begegnung aus (61:61), ehe Nienburg mit einem erfolgreichen 3er antwortete. Eine erneute Schwächephase der Wedemärker in der 34. Spielminute, schickte den Gegner an die Freiwurflinie. 4 von 4 und wieder war der Rückstand 5 Punkte groß. Mellendorf gab sich nicht auf und kämpfte unermüdlich weiter. Eine solide Freiwurfquote und eine hohe Effektivität am gegnerischen Brett machten die Partie weiterhin spannend… und dann kam die letzte Spielminute (74:75): Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen könnte Jannik für eine 3-Punkte Führung sorgen… Erledigt! Noch 20 Sekunden Spielzeit, der MTV führt mit 3 Punkten und der letzten Angriff lag beim TKW Nienburg. Coach Dietrich entschied sich gegen ein schnelles Foul, doch der Topscorer der Partie, Justin Machholz, netzte einen schwierigen 3er ein. Der MTV nahm eine Auszeit und besprach sich für den entscheidenden Spielzug bei noch 9 Sekunden Restzeit. Der Ball landet bei Jannik, dieser zieht zum Korb, doch der klare Foulpfiff (die einzig krasse Fehlentscheidung am heutigen Tag) blieb aus! Der Ball landet bei noch 4 Sekunden in den Händen von Jan – in unmittelbarer Nähe zum Korb und ohne Gegenspieler – doch das Spielgerät konnte nicht im Korb untergebracht werden. VERLÄNGERUNG!

In der 5 minütigen Nachspielzeit zogen die Hausherren auf 5 Punkte davon, doch der MTV ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte weiter. Während Nienburg auf den Wurf von außen vertraute, atterkierten die Mellendorfer konsequent das gegnerische Spielbrett und belohnte sich direkt am Korb, oder wurden durch Fouls gestoppt. Ein 7:0 Lauf machte aus einen 5 Punkte Rückstand eine 2 Punkte Führung. Der TKW wieder mit den letzten Angriff, Machholz zog zum Korb und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Bei noch 4 Sekunden Restspielzeit hatte Nienburg die Möglichkeit, die Partie an der Freiwurflinie wieder auszugleichen. Der erste Versuch war erfolgreich, der zweite traf nicht sein Ziel, doch der Offensive-Rebound landet beim TKW! Zwei schnelle Pässe des Gegner, doch plötzlich pfeift der Schiedsrichter ab und wendet sich mit den Worten „Wie spät macht ihr denn die Uhr an?“ in Richtung Kampfgericht. „Ihr habt die viel zu spät angemacht. Ich habe im Kopf mitgezählt, die Partie ist vorbei!“ Unendlicher Jubel brach bei den Mellendorfern aus, nachdem die Partie beim Spielstand von 87:88 entschieden war.

„Dieses Match hat wirklich spaß gemacht! Nach der 35:78 Klatsche im Hinspiel ist dies mehr als ich erwartet habe. Die Jungs entwickeln sich prima, ich freue mich auf die nächsten Spiele!“ So Coach Dietrich nach der Partie.

Ein großer Dank geht auch an den TKW Nienburg. Wenige Tage zuvor informierte der angesetzte Verein, dass dieser die Partie nicht pfeifen könnte. Nienburg schlug vor, zwei eigene Schiedsrichter zu stellen. Der MTV stimmte diesem Vorschlag zu, schließlich will man Basketball spielen. „Auch wenn wir dieses Spiel verloren hätten, beide Schiedsrichter haben außerordentlich Fair gepfiffen und keine Mannschaft bevorzugt. Das nenn ich Sportsgeist und Fairness, danke Jungs!“ (Coach Dietrich)

 

Für den Mellendorfer TV auf dem Court standen (Punkte, 3er, Freiwürfe):
Sebastian (7 – 0 – 1/2), Carlos (10 – 2), Lukas (16 – 2/4), Simon (29 – 8/10), Jan (4 – 0/2), Jannik (22 – 1 – 5/6)